Mittwoch, 27. August 2014

Dienstag, 26. August 2014

Wie können Comics politisch sein?

Quelle: Mark Waid/Paul Azaceta:
Amazing Spider-Man, Nr. 614, 2009, S. 21, via BPB
Ein lesenswerten Fachartikel von Stephan Packard zum Thema Comics und Politik ist vor kurzem in "Aus Politik und Zeitgeschichte" der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Das ganze Spektrum vom Holocaust-Comic MAUS über unseren Transformations-Klimacomic bis hin zu Superman, Asterix und Dagobert Duck ist hier in seiner politischen Relevanz analysiert. Spannend hierbei ist insbesondere auch das Arbeiten mit Klischees und Stereotypen bzw. deren Auflösung sowie mit einer "politischen Ästhetik".
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Freitag, 22. August 2014

WBGU-Comic-Kapitel auf Spanisch "La Gran Transformacion"

Wir freuen uns, dass Kap. 6 des WBGU-Comics  ("Eine Aufgabe für die ganze Welt") mit unserem WBGU-Protagonisten Nebojsa Nakicenovic soeben in der argentinischen Zeitschrift Nueva Sociedad erschienen ist ("Una tarea para todo el mundo"). Heft 252 der Nueva Sociedad ist ganz dem Thema Transformation gewidmet. Auf der Webseite www.nuso.org ist das Transformationsheft unter der Rubrik "Capitalismo, clima y conflictos" kurz vorgestellt. Heft 252 wird in ca. 10 Tagen auch komplett online verfügbar sein. Wir werden hier darauf hinweisen.




Aus der Anmoderation zu Heft 252 von Nueva Sociedad:

"La relación entre capitalismo y naturaleza asume así dimensiones conflictivas que comienzan a ser incluidas en la discusión pública, sin que eso modere la expansión del consumo como estructurador de la ciudadanía. En el número 252 de NUEVA SOCIEDAD se abordan estos debates desde diferentes perspectivas, enfoques y regiones, procurando captar lo que está en juego en un mundo en transformación, que se ha vuelto más «finito» de lo que las antiguas generaciones pensaban.

Samstag, 28. Juni 2014

Rezension der AG Jugendliteratur und Medien der GEW

Und noch eine sehr erfreuliche Rezension zu unserem Buch mit dem Gesamtprädikat "sehr empfehlenswert" Die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW - AJuM) schreibt (Auszüge):

"Faszinierend ist nicht nur das Thema, sondern auch die Form der Darstellung und Bearbeitung. In comicartigen Bilderwelten stellen die neun Experten in neun Kapiteln ihre Sicht auf die Welt vor. Wie eine personenzentrierte Reportage im Comicstil, in einfachen, klar konturierten und nur in Graustufen ausdifferenzierten Zeichnungen, ergänzt mit den Sprechblasenkommentaren der Experten wird die Welt dargestellt. ... Bemerkenswert ist die gelungene Verknüpfung von Fachwissen - fachlich fundierte Darstellungen, viele Grafiken und andere Sachinformationen, Fachbegriffe, die in einem Glossar am Ende verständlich erklärt werden - und anschaulicher Verarbeitung. ...  Es ist ein anspruchsvolles Ergebnis der gekonnten Verknüpfung literarischer Formen und sachlicher Themen - in diesem Sinne Sachliteratur per excellence. Sehr zu empfehlen!"

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neue Rezension (von Jaya Bowry)

Erfreulich, immer wieder neue Rezensionen zum WBGU-Comic zu finden, so wie diese vom 12.6.2014 von Jaya Bowry auf nachhaltigkeit.de, dem Blog für nachhaltiges Wirtschaften: 

Zur Rezension

Auszug: "... In der Klimadebatte wird häufig eine verständliche Darstellung der Problematik versäumt. Das schöne an diesem Buch ist, dass auf die komplexe Problematik einfach und verständlich hingeführt wird. Danach werden über die Geschichten der verschiedenen Forscher Lösungsansätze vermittelt. Kurze, prägnante Aussagen untermalen die Schwarz-Weiß Comicbilder. Inhalte sind auch:”Wer soll das alles bezahlen?” oder “Auch der Staat ist gefordert”, aber “Die Politik schafft das nicht allein”. 
Trotz Reduktion und Vereinfachung geht der wissenschaftliche Anspruch an keiner Stelle verloren. Für die Vertiefung gibt es auch zahlreiche Literaturempfehlungen und ein umfangreiches Glossar. ..."

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John Schellnhuber im Interview mit Peter Fox (Seeed)

"Wir bräuchten ein paar Klima-Gandhis": WBGU-Vorsitzender und WBGU-Comic Protagonist John Schellnhuber im Interview mit Peter Fox (Pierre Baigorry) von der Band Seeed zu Verantwortung und Klimapolitik.
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Donnerstag, 29. Mai 2014

Rezension zum Transformationscomic aus dem Bundeskanzleramt?

Erst jetzt sind wir über eine Rezension zum Comic aus dem letzten Jahr gestolpert, geschrieben durch den Rechtswissenschaftler Dr. Jochen Gebauer, publiziert in dem renommierten Fachjournal Zeitschrift für Umweltrecht (ZUR 4/2013, S. 245-246). Also um ganz korrekt zu sein: Herr Dr. Gebauer ist Jurist im Bundeskanzleramt, die Rezension ist natürlich keine offizielle Verlautbarung der Bundesregierung ;)  Wir freuen uns dennoch über die konstruktive Besprechung. Hier einige Auszüge:

"Wenn alles mit allem zusammenhängt, kann Reduktion und eine klare Linie die Orientierung erleichtern. Das komplexe Thema „Klimawandel“ ist einen solchen Versuch wert: Den aktuellen Wissens-stand zum Klimawandel und zur Klimapolitik gibt es jetzt kompakt als schön gestalteten Comic-Band. Hinter der Idee steckt eine Gruppe von Wissenschaftlern um die Klimaforscher Schellnhuber, Rahmstorf und Leinfelder, die unter dem sperrigen Namen „Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)“ die großen Trends in der globalen Umwelt-und Klimapolitik analysieren und bewerten. .... Der Comic hält nicht ganz, was der Klappentext verspricht: „Neun Wissenschaftler kämpfen als Comic-Helden gegen den Klimawandel“. Denn es gibt weder eine Abenteuergeschichte noch echte Comic-Helden. Der Band ist ein Comic-Sachbuch, das auf gut 100 Seiten jede Menge Informationen liefert. Die neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des WBGU kommen als Comic-Helden nur in kurzen Rahmenhandlungen vor.   ....
Als Antworten auf diese drängenden Probleme lassen sich Erneuerbare Energien, Super-Grid, MagLev-Schwebebahn ebenfalls gut bildlich darstellen, bei Nakicenovic (TU Wien) oder in dem Kapitel „Technisch geht alles“ von Schmid (IWES Kassel) hat das grafisch teilweise Science-Fiction-Qualität, was sich sehr unterhaltsam liest. Schwieriger wird es, wenn Private Equity, Emissionshandel, EEG oder Bürgerbeteiligung als Comic-Strip erklärt werden sollen, etwa in den Beiträgen von Schubert (ETH Zürich) oder Schlacke (jetzt WWU Münster), der einzigen Juristin im WBGU. Für den offenbar recht gleichförmigen internationalen Arbeitsalltag der Wissenschaftler findet der Comic eine eigene nüchterne Konferenzzentren-Ästhetik. Es macht schon wegen der souverän ausbalancierten Schwarz-Weiß-Doppelseiten Spaß, den Comic-Band in die Hand zu nehmen.
...
Was bleibt als Eindruck? Die Probleme des Anthropozän sind auch im Comic nicht einfacher. .... Es bleibt der Eindruck eines gut gemachten und modernen Lehrbuchs, das neue Zielgruppen erreichen soll und auch erreichen kann.  ....
Insgesamt ist der Comic aber ein packender Schnelldurchlauf, der Lust zum Weiterdenken und Weiterlesen macht. So kann etwa der Hinweis auf die Abschaffung der Sklaverei als Beispiel für eine schwierige, aber gelungene Transformation im Beitrag von Messner (DIE Bonn) im Hauptgutachten des WBGU von 2011 vertieft werden (S. 87-115, 102 f.). Auf eine solche Nutzung ist der Comic-Band mit seinem ausführlichen Quellen-und Literaturteil erkennbar angelegt. Damit bekommt im besten Falle auch das gut 400 Seiten starke und anspruchsvolle Hauptgutachten des WBGU von 2011 (Welt im Wandel -Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation) auf dem Umweg über den Comic-Band noch ein paar engagierte Leser mehr."